Krankentagegeld – Wann es zahlt, wie es funktioniert & Vorteile in der PKV

Ein Krankentagegeld kann im Fall einer längeren Erkrankung entscheidend für Ihre finanzielle Absicherung sein. Während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nur begrenzte Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit bietet, bieten viele private Krankenversicherungen (PKV) deutlich flexiblere und leistungsstärkere Lösungen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen verständlich, wie Krankentagegeld funktioniert, welche Vorteile die PKV bietet und wie Sie den passenden Schutz finden.

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Krankentagegeld
Krankenkassenservice24 Versicherungsmakler

Inhalte dieses Artikels

Was ist Krankentagegeld?

Krankentagegeld ist eine monatliche Geldleistung, die Sie erhalten, wenn Sie aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten können und deshalb kein Einkommen haben oder Einkommensverluste hinnehmen müssen. Es dient dazu, den Verdienstausfall finanziell auszugleichen – unabhängig davon, ob Sie angestellt, selbstständig oder freiberuflich tätig sind.

Praxisbeispiel:

Frau Lehmann arbeitet selbstständig und erkrankt schwer. Da sie keine Lohnfortzahlung durch einen Arbeitgeber erhält, zahlt ihr die PKV monatlich eine vereinbarte Tagegeldrate, bis sie wieder arbeitsfähig ist.

Unterschiede zwischen GKV und PKV beim Krankentagegeld

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

In der GKV gibt es kein Krankentagegeld als Standardleistung. Das heißt:

  • Während einer Arbeitsunfähigkeit zahlt die GKV nur Krankengeld – und das oft deutlich niedriger als ein privat vereinbartes Krankentagegeld.
  • Zudem hängt die Höhe des Krankengelds von den Beiträgen und Beitragsbemessungsgrenzen ab.

In der privaten Krankenversicherung (PKV)

In der PKV können Sie ein individuell wählbares Krankentagegeld vereinbaren – oft ab dem ersten Krankheitstag und in beliebiger Höhe. Vorteile sind unter anderem:

  • freie Wahl der Höhe des Tagegeldes
  • Zahlung ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit möglich
  • auch Selbstständige und Freiberufler können sich absichern

Wie wird die Höhe des Krankentagegelds festgelegt?

Die Höhe richtet sich nach Ihrem tatsächlichen Einkommensverlust bzw. dem Betrag, den Sie zur Deckung Ihrer laufenden Kosten benötigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie angestellt oder selbstständig sind.

Beispiel:

Herr Bauer ist angestellt und verdient netto 3.000 € im Monat. Er vereinbart ein Krankentagegeld von 90 € pro Tag.

→ 90 € × 30 = 2.700 € pro Monat, um seinen Einkommensausfall weitgehend abzudecken.

Wichtige Leistungsmerkmale und Optionen

Leistungsmerkmal Kurzbeschreibung
Wartezeit Zeitraum zwischen Krankheitsbeginn und Leistungszahlung (z. B. 0–6 Wochen)
Leistungshöhe Wählbar – z. B. 50 €, 90 €, 120 € pro Tag
Dauer der Zahlung Bis zur Genesung oder vertraglich begrenzt
Selbstbehalt kombinierbar Ja – kann Beitrag reduzieren

Je nach Tarif können Wartezeiten und Leistungsdauer variieren. Einige Versicherer bieten auch „Karenztage“ an – kurze Zeiträume, bevor das Krankentagegeld greift.

Wann zahlt das Krankentagegeld?

Damit Krankentagegeld gezahlt wird, müssen üblicherweise folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit

  • Nachweis über das Einkommen bzw. die Einkommensverluste

  • Der Zeitraum der vereinbarten Wartezeit ist verstrichen (falls vereinbart)

Praxisbeispiel:
Frau Meier ist seit dem 10. eines Monats arbeitsunfähig. Ihre PKV zahlt ab dem 15. den vereinbarten Tagegeldbetrag, weil sie eine Wartezeit von fünf Tagen vereinbart hat.

Vorteile eines Krankentagegelds in der PKV

Ein Krankentagegeld bietet insbesondere:

  • Finanzielle Planungssicherheit, auch bei längerer Erkrankung
  • Flexibilität der Beitragshöhe nach individuellem Bedarf
  • Frühzeitige Leistung (z. B. ab dem ersten Krankheitstag möglich)
  • Absicherung für Selbstständige und Freiberufler, die keine Lohnfortzahlung bekommen

Tipp: Eine höhere Versicherungssumme kann sinnvoll sein, wenn Sie laufende Kosten wie Miete, Kredite oder Familienunterhalt absichern möchten.


Beispiele aus der Praxis

Person Erwerbssituation Vereinbartes Tagegeld Monatliche Leistung
Frau Lehmann Selbstständig 75 €/Tag ~2.250 €
Herr Fischer Angestellt 90 €/Tag ~2.700 €
Frau K. Freiberuflich 120 €/Tag ~3.600 €

So zeigt sich: Je höher das vereinbarte Tagegeld, desto besser können laufende finanzielle Verpflichtungen im Krankheitsfall ausgeglichen werden.

Wann lohnt sich das Krankentagegeld besonders?

Ein Krankentagegeld ist besonders wichtig, wenn:

  • Sie keine Lohnfortzahlung durch einen Arbeitgeber erhalten (z. B. Selbstständige)

  • Ihre Familie auf Ihr Einkommen angewiesen ist

  • Sie finanzielle Verpflichtungen wie Miete oder Kredite absichern wollen

Fazit – Krankentagegeld sinnvoll absichern

Ein Krankentagegeld ist ein wertvoller Baustein, um finanzielle Risiken bei längerer Krankheit zu minimieren. Während die GKV nur begrenzte Leistungen bietet, können Sie in der PKV eine maßgeschneiderte Absicherung vereinbaren – flexibel, leistungsstark und individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst.

💡 Tipp von Krankenkassenservice24: Nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleichsrechner und die unabhängige Beratung, um den optimalen Krankentagegeld-Schutz zu finden – abgestimmt auf Ihre Situation und finanzielle Ziele.