Private Krankenversicherung Ärzte

Ärzte mit einem Einkommen von 66.600 € (2023) im Jahr bzw. 5.550 € im Monat, können in die private Krankenversicherung wechseln. Als Privatpatient bekommst du die beste medizinische Versorgung, sodass du schneller wieder auf die Beine kommst.

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Die private Krankenversicherung ersetzt deine derzeit bestehende gesetzliche Krankenversicherung. Du erhältst garantiert mindestens die gleichen Leistungen wie in bei deiner gesetzlichen Krankenversicherung zzgl. verschiedener Mehrleistungen. Welche Mehrleistungen du bei der privaten Krankenversicherung erhältst, erfährst du weiter unten im Beitrag. Dort findest du eine Gegenüberstellung zwischen der privaten Krankenversicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung.

Darüber hinaus kannst Du noch Geld sparen, da die private Krankenversicherung die Beiträge unabhängig von deinem Einkommen berechnet. So kommt es vor, dass du monatlich zwischen 200 – 300 € bei deiner privaten Krankenversicherung einsparen kannst.

Du bist Angestellt und möchtest dich selbstständig machen oder Beamter werden? Dann schaue auf unseren Beitrag private Krankenversicherung für Selbstständige oder für Beamte vorbei.

Voraussetzungen private Krankenversicherung Ärzte

  • Einkommen mind. 66.600 € im Jahr bzw. 5.500 € im Monat

  • Vom Grundsatz her gesund

Private Krankenversicherung Angestellte

Leistungen der privaten Krankenversicherung

  • Arzthonorare

Viele Ärzte rechnen in Deutschland nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) oder Zahnärzte (GOZ) ab. Für die meisten Patienten und Behandlungen reicht es aus, wenn die Krankenversicherung den Regelhöchstsatz (2,3-fache der GOÄ/GOZ) oder den Höchstsatz (3,5-fache) erstattet. Andere Tarife, die weniger als den Regelsatz erstatten, sind nicht zu empfehlen. Solltest Du auch Behandlungen durch Spezialisten oder Privatkliniken versichern möchtest – also das, was über die Leistungen einer gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung hinaus geht – dann solltest Du einen Tarif auswählen, der auch über dem Höchstsatz oder ohne Bezug auf die Gebührenverordnung leistet.

  • Arztwahl

Primärarzttarife (Hausarzttarife) schreiben dir vor, dass du immer zuerst einen bestimmten Arzt aufsuchen musst (i.d.R. Hausarzt). Solltest du dich direkt an einen Facharzt wenden, dann kann die Krankenversicherung ihre Leistungen kürzen. Hast du dagegen die „freie Arztwahl“ vereinbart, kannst du direkt einen Facharzt aufsuchen und unter den niedergelassenen Ärzten selbst auswählen. Möchtest du im Krankenhaus vom Chefarzt (sehr erfahren) behandelt werden, anstatt von dem diensthabenden Arzt (oftmals neue Ärzte) musst du die privatärztliche Behandlungen mitversichern. Behandlungen durch sogenannte Heilhilfsberufe wie Logopädinnen oder Physiotherapeuten sind ebenfalls nur mitversichert, wenn dies gesondert in deinem Vertrag steht.

  • Ein- oder Zweibettzimmer

Einen Krankenhausaufenthalt im Einbettzimmer- oder Zweitbettzimmer zu verbringen, ist angenehmer. So hast du deine Ruhe und musst keine Rücksicht auf andere Patienten nehmen. Du kannst in Ruhe schlafen, genießt deine Ruhe und auch unangenehme Gerüche und das Stöhnen bleibt dir erspart. Wähle daher ein Zwei- oder noch besser ein Einbettzimmer.

  • Medikamente

Hier solltest du auf mögliche Selbstbehalte oder Beschränkungen bei der Erstattung achten. Zahlungen für Medikamente sollten möglichst nicht auf Generika ( Nachahmer-Produkte) beschränkt sein.

  • Hilfsmittel

Hilfsmittel unterstützen dich, körperliche Defizite auszugleichen. Das beginnt von lebenserhaltenden Hilfsmitteln wie Beatmungsgeräten über sogenannte Körperersatzstücke (Prothesen, Kunstaugen) bis hin zu Rollstühlen. Aber auch orthopädische Hilfsmittel wie Gehhilfen, Brillen, Blindenhunde oder künstliche Kehlköpfe gehören dazu.

Wer einmal auf ein Hilfsmittel angewiesen ist, möchte dieses im Ernstfall in möglichst bester Qualität erstattet bekommen. Prüfe deshalb bei allen Hilfsmitteln darauf, inwieweit diese von der Kranken-versicherung erstattet werden. Unter Umständen gibt es prozentuale oder preisliche Begrenzungen.

Einige Versicherer erstatten auch nur eine „einfache Ausführung“. Was genau als „einfache Ausführung“ gilt, wird dann erst im Leistungsfall festgelegt.

Den genauen Umfang der Leistung findest du im Hilfsmittelkatalog der Versicherung. Diesen gibt es in zwei Varianten:

  1. Der geschlossene Hilfsmittel-Katalog gibt eine festgelegte Liste an Hilfsmitteln, die erstattet werden. Diese Liste bleibt gleich – was dort nicht genannt ist, wird auch in Zukunft nicht erstattet. Dies gilt ebenfalls, wenn es das Hilfsmittel heute noch gar nicht gibt. Daher ist diese Variante nicht empfehlenswert.
  2. Der offene Hilfsmittel-Katalog gibt keine festgelegte Liste Hilfsmitteln an, die erstattet werden. Durch diese Formulierung werden in Zukunft auch technische Neuerungen bezahlt. Ein offener Katalog ist deshalb zu empfehlen.
  • Krankentagegeld (Gilt nur für Angestellte und Selbstständige)

Jeder private Krankenversicherte sollte ein Krankentagegeld mindestens analog der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, da ohne Krankentagegeld die monatlichen Kosten für Miete, Essen, Auto, Strom etc. im Krankheitsfall nicht gedeckt werden können. Für Selbstständige & Freiberufler ist dies oftmals die einzige Option, sich gegen einen vorübergehenden Verdienstausfall durch Krankheit abzusichern. Angestellte die gesetzlich krankenversichert sind, erhalten sechs Wochen lang den Lohn vom Arbeitgeber weiterbezahlt. Danach springt bei gesetzlich versicherten Arbeit¬nehmern die Krankenkasse ein und zahlt ein Krankengeld. Als Privatversicherter ist es deine Pflicht ein Krankentagegeld zu vereinbaren. Für Arbeitnehmer ist ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag sinnvoll. Selbstständige & Freiberufler können z.B. ab dem 7. Tag oder später ein Krankengeld vereinbaren. Je früher das Krankentagegeld bezahlt werden soll, desto preisintensiver ist es.

Zahnleistungen

Die Ver­si­che­rungs­be­din­gungen der Krankenversicherungen unterscheiden zwischen:

  1. Zahnbehandlung
  2. Zahnersatz
  3. Kieferorthopädie

Zuerst solltest du auf die sogenannte Zahnstaffel achten. Diese begrenzt die Erstattungen meist in den ersten Jahren auf einen bestimmten Höchstbetrag (z.B. 3.000 €) – entweder für die gesamte Zeit oder pro Jahr.

Marktüblich sind bis zu fünf Jahre, doch auch längere Zeiträume sind möglich. Manchmal gilt die Zahnstaffel nur für den Zahnersatz.

Danach solltest du dir die Erstattungshöhen bei Zahnbehandlung und Zahnersatz anschauen. Sehr gute Tarife übernehmen Kosten für die Zahnbehandlung zu 100% und für den Zahnersatz zwischen 80-90%.

Darüber hinaus ist es wichtig, wieviel die Krankenversicherung für Inlays und Implantate sowie Material- und Laborkosten erstattet. Viele Tarife erstatten Kieferorthopädie bei Erwachsenen nur, sofern auch die gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) zahlen würde.

  • Psychotherapie

Psychotherapie ist grundsätzlich im Versicherungsumfang als medizinisch notwendig mitversichert Dies gilt sowohl in der Klinik (stationär) als auch beim Arzt (ambulant). Allerdings schränken die meisten Krankenversicherungen den Schutz ein – insbesondere bei ambulanter Psychotherapie. Empfehlenswert sind mindestens 50 Sitzungen zu versichern. Zum direkten Vergleich: Die gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) zahlt bei einer Langzeittherapie zwischen 60 und 160 Sitzungen.

Tipp: Beachte, dass der Vertrag möglichst wenige Beschränkungen enthält:

  1. Keine prozentuale Selbstbeteiligung
  2. Keine Begrenzung der Sitzungsanzahl
  3. Keine Pflicht, Behandlungen vor Beginn von der Versicherung genehmigen zu lassen

Das solltest du noch wissen: Sowohl Fachärzte als auch studierte Psychologen mit Zusatzausbildung dürfen dich psychotherapeutisch behandeln.

Das ist ein essentieller Unterschied. Während Leistungen von Ärzten in der privaten Krankenversicherung (PKV) mitversichert sind, werden Behandlung durch Psychologen nur erstattet, sofern dies ausdrücklich in Deinem Vertrag steht. Letzteres ist sehr empfehlenswert, da insbesondere im ambulanten Bereich schlicht mehr psychologische Psychotherapeuten arbeiten als Fachärzte.

  • Heilmittel

Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und Podologie sollten versichert sein. Musst Du eine dauerhafte Therapie selbst bezahlen, wird es ganz schön teuer. Beachte daher, dass nicht nur Ärzte, sondern auch Therapeuten Dich behandeln dürfen. Diese Informationen findest du in den Versicherungsbedingungen.

  • Stationäre Versorgung

Die Möglichkeit einer Behandlung in Privatkliniken oder ausländisc